Greetsiel

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Die Puppenstube Ostfrieslands

Eines der schönsten und urigsten Fischerdörfer an der ostfriesischen Nordsee ist Greetsiel. Der idyllische Küstenort gehört zum Landkreis Aurich und zur Urlaubsregion Krummhörn, einem fruchtbaren Marschenland. Krummhörn bedeutet soviel wie krummes Kap, übersetzt „vorspringende Landecke“. Die größeren Orte um Greetsiel sind die Stadt Norden Richtung Osten und Emden Richtung Süden gelegen. Greetsiel eignet sich wunderbar für einen Urlaub an der Nordseeküste.

Gleich am Eingang werden die Touristen von den zwei Zwillingsmühlen, die Wahrzeichen von Greetsiel, mit ihrem historischen Charme in der Ferienregion Greetsiel begrüßt.

Greetsiel heißt Herzlich Willkommen mit seinen Wahrzeichen den Zwillingsmühlen

Greetsiel heißt Herzlich Willkommen mit seinen Wahrzeichen den Zwillingsmühlen

Eine der beiden Zwillingsmühlen von Greetsiel

Eine der beiden Zwillingsmühlen von Greetsiel

In den Holländerwindmühlen kann man eine Zeitreise durch die Mühlengeschichte erleben. Die Mühle Schoof (die rote westliche Mühle) zeigt ganzjährig alles rund um die Müllerei in Ostfriesland über die Jahrhunderte.

Greetsiel wurde 1394 erstmalig urkundlich erwähnt. Kurz danach wurde schon das erste Siel gebaut, um 1460 dann das zweite.

Der Küstenort in Ostfriesland lebte vom Fischfang und von der Landwirtschaft. Aber auch der Handel mit England spielte in der Geschichte von Greetsiel eine große Rolle. Der Greetsieler Hafen hat heute die noch mit um die 20 Kutter größte Fischerflotte in ganz Ostfriesland. So ist es nicht verwunderlich, dass frische Krabben (auch Granat genannt) direkt vom Kutter bei den Touristen und Einheimischen besonders beliebst sind.

Greetsiel verzaubert mit seinen historischen Giebelhäusern aus dem 17. Jahrhundert die Besucher. In ihnen findet man kleine Boutiquen, Eisdielen und Gastronomie. Das Schlendern durch die Gassen lohnt sich. Typisches nordfrisches Essen kommt hier auf den Tisch. Die Cafés servieren ostfrisischen Schwarztee mit Klünche und Wölkchen, so das Sahnehäuptchen genannt. Dazu gibt es die berühmte Ossitorte mit Rosinen und Rum oder andere Leckereien.

In der Touristinformation können nicht nur Unterkünfte, sondern auch Veranstaltungen und Stadtführungen gebucht werden. Gästeführer erklären den Touristen den malerischen Ort mit seinen kleinen Gassen, das Siel, den Fischerhafen und die typisch friesische Kirche.

Die evangelisch reformierte Kirche von Greetsiel

Ein Hightlight des Ortes ist die evengelisch reformierte Kirche Greetsiels. Die einschiffige, langgestreckte Saalkirche ist über 600 Jahre alt und wurde während der Reformation von einer katholischen zu einer evangelische Kirche. Die Kirche bildete über Jahrhunderte das Zentrum des Lebens vieler Greetsieler Generationen, die in dieser getauft, getraut, konfirmiert und am Ende auch ihren letzten Trauergottesdienst in ihr erhielten.

Die Greetsieler Kirche wurde als typische Ostfriesische Kirche aus Backstein zwischen 1380 und 1410 erbaut. In dieser Zeit hatte eine Häuptlingsfamilie Cirksena großen Einfluss in der Region und ihren Stammsitz in Greetsiel. Nach dem Kirchenbau wurde der Häuptling zum Grafen von Ostfriesland erhoben.

Evangelisch reformierte Kirche Greetsiel

Evangelisch reformierte Kirche Greetsiel

Ursprünglich gab es zwei Eingänge, Männer und Frauen des Fischerdorfes betraten getrennt das Kirchenschiff.  Im Inneren sieht man nicht mehr viel von der katholischen Zeit, die Kirche begrüßt den Besucher im schlichten evangelischen Stil. An der Kanzel können noch barocke Schnitzelemente bewundert werden. Ebenso findet sich ein barocker Engel an der Orgelempore. Die Orgel der Kirche ist neueren Datums, sie wurde 1963 von einem Berliner Orgelbauer angefertigt.

Das Kirchengestühl ist hier abschießbar. Das hatte den Zweck, die Wärme in der Stuhlreihe zu belassen, die die Kirchenbesucher durch das Mitbringen von Stövchen als Fußwärmer unter ihren Füßen erzeugten.

Interessant ist es, dass der Glockenturm der Kirche in einem Abstand von der Kirche selbst erbaut wurde. Dieses Bild sieht man bei einigen ostfriesischen Kirchen. Die größte Glocke der drei Glocken ist von außen gut zu sehen, sie hat einen Durchmesser von 1,22 Metern und wiegt stattliche 931 kg.

Der Glockenturm von Greetsiel und historische Giebelhäuser des Fischerdorfes

Der Glockenturm der Greetsieler Kirche und historische Giebelhäuser des Fischerdorfes

Ganz besonders imposant ist die um 1700 geschmiedete Wetterfahne in Form eines Seegelschiffes auf dem Dachreiter. Sie greift in 18,5 Metern Höhe Wind und Wetter ab und zeigt die Windrichtungen ihren Betrachtern an.

Von Mai bis Oktober ist die Kirche für Gäste geöffnet. Ein Besuch dieser schönen ostfriesischen Kirche lohnt.

Die Must-Have Top Sehenswürdigkeiten in Greetsiel

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Greetsiel auf einem Blick:

  • Zwillingsmühlen – zwei Holländerwindmühlen
  • Ortskern mit historischen Giebelhäusern
  • Evangelisch reformierte Kirche Greetsiel mit dem im Abstand zur Kirche gebauten Glockenturm
  • Pilsumer Leuchtturm
  • Schleuse Leysiel
  • Naturschutzgebiet Leyhörn (mit dem Fahrrad erreichbar)
  • Greetsieler Woche (einmal im Jahr)
  • Kutterkorso (einmal im Jahr) (fast alle Kutter fahren aus dem Hafen und nehmen auf dieser Fahrt Touristen mit)
  • Fahrt mit dem Fahrgastschiff „Gretchen“ z.B. zur Schleuse Leysiel und zum Naturschutzgebiet Leyhörn
  • In der Hauptsaison Fahrten zu den Inseln: zur Insel Norderney oder zur Insel Juist

Greetsiel und die Nordsee

Greetsiel kann als Tourist auch vom Wasser her erkundet werden. Ein großer Yachthafen lädt die Bootsbesizter ein. Dieser ist auch schon für recht große Yachten ausgelegt.

Die Schleuse Leysiel sorgt für die notwendige Trennung des Greetsieler Fischerhafens und des Yachthafens von der Nordsee.

Eines der kleinesten Leuchttürme, der Pilsumer Leuchtturm, steht an der Nordseeküste von Greetsiel. Der Leuchtturm ist nur 13 Meter hoch und gilt als eines der Wahrzeichen der ganzen Ferienregion Ostfrieslands. Mit dem Fahrrad sind die drei Kilometer, die der Pilsumer Leuchtturm vom Ort Greetsiel entfernt liegt, schnell geschafft.

Wer ohne eigenen Boot anreist, braucht auf eine Erkundungsfahrt auf dem Wasser nicht zu verzichten. Kanalboote stehen für Ausflüge durch das Hafenbecken bis hin zur Schleuse Leysiel und dem Naturschutzgebiet Leyhörn bereit. Alljährlich gibt es den Kutterkorso. An diesem Tag fahren die Fischkutter geballt aus den Hafen, als Tourist ergibt sich hier eine ideale Gelegenheit mal mit rauszufahren.

Fischkutter im Fischerhafen von Greetsiel

Fischkutter im Fischerhafen von Greetsiel

Fahrradkarten für Krummhörn-Touren

Letzte Aktualisierung am 18.10.2018 / Affiliate Links* / Bilder* von der Amazon Product Advertising API

Kann man in Greetsiel baden?

Ja und Nein ist die Antwort, ja: man kann baden, aber nein: nicht in der Nordsee.

Jeder Feriengast, der mit einem Besuch in Greetsiel liebäugelt, fragt sich, ob man in diesem urigen ostfriesischen Ort direkt an der Nordseeküste auch in der Nordsee baden kann? Das klappt leider nicht direkt in der Nordsee, denn Greetsiel hat keinen Strand.

Baden in Norddeich:

Wer einen klassischen Badestrand an der Nordsee sucht, muss zirka 20 Kilometer nach Norddeich fahren.

Trockenstrand in Upleward:

Eine Bademöglichkeit besteht am Trockenstrand im nahegelegenen Upleward, ebenfalls in der Gemeinde Krummhörn gelegen. Dort hat man Sand aufgeschüttet zum Sonnenbaden. Gebadet wird dann jedoch hinterm Deich.

Badesee Greetsiel: 

Da der Wunsch nach einer Badestelle von Urlaubern und Einheimischen groß war, hat Greetsiel einen Badesee im Nordwesten des Ortsteils Greetsiel erschaffen, um diesen Wunsch gerecht zu werden. Es handelt sich um einen Süßwassersee mit einer Tiefe von 2,5 Metern.

Hallenbad Oase: 

Wer ganzjährig baden möchte, für den steht in der Nähe des Deichgrafs das Hallenbad Oase bereit. Hier kann man sich zudem verwöhnen lassen, es gibt Massagen, Dampfbäder, Sauna, Massagen und vieles mehr. Auch die Kinder haben hier einiges zu entdecken.

Reiseführer Greetsiel

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